SPD soll wieder linke Volkspartei sein

 
 

Niedersachsens Umweltminister Lies fordert grundlegende Erneuerung

HANNOVER/SANDE – Niedersachsens stellvertretender SPD-Landeschef Olaf Lies fordert die Bundespartei auf, nach dem Mitgliedervotum zur Großen Koalition in Berlin den Schwung der hohen Mitgliederbeteiligung für eine grundlegende Erneuerung zu nutzen.
Quelle: Jeversches Wochenblatt vom 6.3.2018, VON GUNARS REICHENBACHS, BÜRO HANNOVER

 

„Wir werden jetzt nach der Regierungsbildung ein klareres Profil der Partei entwickeln müssen“, verlangt der Umweltminister im Gespräch mit dieser Zeitung. „Wir sind die linke Volkspartei, aber wir konnten dies nicht mehr deutlich vermitteln“, kritisiert Lies unüberhörbar die SPD-Führungsspitze im Berliner Willy- Brandt-Haus. Ausgerechnet die Erfolge der SPD in der letzten Koalition seien „nicht selbstbewusst präsentiert“ worden, übt der niedersächsische Minister harsche Kritik. Im übrigen, so fragt sich Lies, sei es überhaupt richtig, eine Große Koalition, die sich nur noch auf 53 Prozent Bürgerzustimmung stützen kann, weiter so zu nennen? Der SPD-Abgeordnete lobt im Gegenzug die „offene und faire Diskussion der letzten Monate innerhalb der Partei“ vor dem Mitgliederentscheid.
„Keine andere Partei in unserem Land hatte den Mut, diesen richtigen, aber auch schwierigen Weg zu gehen“, erinnert der niedersächsische SPD-Vizelandeschef an die zahlreichen Veranstaltungen auch in Niedersachsen. Deshalb sei es richtig, „den Dialog der letzten Monate vor Ort in der Parteibasis fortzusetzen“ und vor allem „die kritischen und ablehnenden Mitglieder in die Arbeit der nächsten Jahre einzubinden“. Zugleich gelte es, „viele gesellschaftliche Gruppen mitzunehmen“, fordert Lies die SPD auf, sich weit für alle Bürger zu öffnen.

 
    Parteileben
 

 


Kommentar schreiben

Netiquette
 

Selbstverständlich beachten wir die Vorschriften des Datenschutzes.
Hier geht es zur Datenschutzerklärung.

Senden
 

Netiquette

Schließen
 

Unsere Internetseite soll eine Plattform für ernsthafte Diskussionen sein, bei dem Toleranz, Offenheit und Fairness zu den Grundprinzipien gehören. Wir begrüßen sachliche und konstruktive Inhalte, die zu einer angeregten Diskussion beitragen und der Meinung anderer Kommentatoren tolerant und unvoreingenommen begegnen. Wird gegen diese Grundprinzipien verstoßen, kann dies zur Löschung von Kommentaren führen.

Um bei uns zu kommentieren muss die eigene E-Mail-Adresse angegeben werden. Selbstverständlich wird diese E-Mail-Adresse nicht veröffentlicht und auch nicht an Dritte weitergegeben. Die Angabe einer falschen E-Mail-Adresse ist ein Verstoß gegen unsere Nutzungsbedingungen. Wir machen daher Stichproben, die dann zur Löschung von Kommentaren führen können. Mit Absenden des Formulars werden unsere Nutzungsbedingungen anerkannt.