StartErheblicher Mehrbedarf bei Ausbildungsplätzen in Niedersachsen

Erheblicher Mehrbedarf bei Ausbildungsplätzen in Niedersachsen

27. August 2009 1 Kommentar

Die Ausbildungsplatzsituation in Niedersachsen ist nach Ansicht der SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag nicht so positiv, wie die Landesregierung Glauben machen will. „Allen Betrieben im Land, die jungen Menschen mit einem Ausbildungsplatz eine Chance geben, gilt unser Dank. Aber bei aller Freude darüber brauchen wir Ehrlichkeit in der Debatte“, mahnte der SPD-Landtagsabgeordnete Olaf Lies am Donnerstag in Hannover.

In der jüngsten Aktuellen Stunde im Landtag habe die CDU am Mittwoch reine Schönfärberei betrieben, indem sie sich ausschließlich auf die Ausbildungsplatzzahlen im Handwerk beschränkt habe. „Die Wirklichkeit relativiert die Angaben der Union erheblich“, so Lies. Während im Handwerk tatsächlich 1000 zusätzliche Ausbildungsplätze im Vergleich zu Vorjahresmonat festgestellt werden könnten, seien die Zahlen im IHK-Bereich Niedersachsen um 545 Plätze gesunken.

„Die Zahl der bei der Bundesagentur für Niedersachsen gemeldeten Ausbildungsplätze ist sogar um 3500 gegenüber dem Vorjahr gesunken. Viel zu viele junge Menschen verbringen die Zeit in Warteschleifen an den Berufsbildenden Schulen.“Lies: „Wir haben in Niedersachsen bis zu 15.000 Altbewerber, also Schülerinnen und Schüler, die aus der Warteschleife auf den Ausbildungsmarkt drängen.“

Um diesen jungen Menschen eine Zukunftschance zu bieten, schlägt die SPD-Fraktion als Sofortmaßnahme zeitlich begrenzte Projekte vor, die eine außerbetriebliche Ausbildung mit hohen Praxisanteilen kombinieren. „Hier könnten gemeinsam mit Kammern, Verbänden und den Berufsschulen zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen werden. Die Jugendlichen sollen den Auszubildenden gleichgestellt sein und die Prüfungen würden von IHK und HWK abgenommen. Die inhaltliche Verantwortung soll bei den Berufsbildenden Schulen liegen. Diese würden auch die Ausbildungsverträge abschließen“, schlägt Lies vor. Die Finanzierung müsste zu wesentlichen Teilen von der Bundesagentur für Arbeit bestritten werden.


ArbeitBildung und QualifikationNiedersachsen

 

1 Kommentar zu Erheblicher Mehrbedarf bei Ausbildungsplätzen in Niedersachsen


Bernd

1

am 15. März 2010 um 15:44 Uhr

Hallo Herr Lies, ist ja schön das sie die Nase vorn haben. auf ihren internetseiten kann ich davon aber nicht sehr viel erkennen, wenn sie unter ihren eigenen meldungen einfach immer nur die hiesige Presse zitieren.

Das ist doch aber reichlich dünn, haben sie über sich selbst nicht auch etwas Eigenes mitzuteilen?

Bernd


 

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