Vorfall in Etzel gehört rückhaltlos aufgeklärt

Olaf Lies MdL - Pressefoto 2012-1
 

Olaf Lies
(Foto: Thiemo Jentsch)

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Mit großer Besorgnis haben Wirtschaftsminister Olaf Lies (Friesland), Holger Heymann (Wittmund) und Holger Ansmann (Wilhelmshaven) die Nachrichten von dem Ölunfall auf dem Betriebsgelände der IVG Caverns GmbH in Etzel in der Gemeinde Friedeburg (Landkreis Wittmund) zur Kenntnis genommen.

 

Nach den bisherigen Erkenntnissen ist zwischen Samstag, dem 17.11.2013, und Sonntag, den 18.11.2013, eine größere Menge Rohöl - zur Zeit ist nach meinen Informationen von 40 qm die Rede - ausgetreten und hat sich auf einer Strecke von sechs Kilometern in angrenzenden Gewässern verteilt.

Minister Lies: „Das Ausmaß des Schadens und auch die genau Ursache stehen noch nicht fest. Das meinem Ministerium unterstellte Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie wird als Aufsichtsbehörde alles unternehmen, um den Sachverhalt rückhaltlos aufzuklären. Nur Klarheit über die Unglücksursache bietet Gewähr dafür, solche Umweltschäden in Zukunft zu vermeiden. Ich erwarte auch von der IVG Caverns GmbH, dass sie die Behörden bei der Aufklärung ohne jede Einschränkung unterstützt und in Zukunft alles unternimmt, um das Grundwasser und die Umwelt bestmöglich zu schützen. Dem Unternehmen muss klar sein, dass Vorfälle wie diese das Vertrauen in die Sicherheit der unterirdische Lagerung von Erdöl oder Erdgas infrage stellen können.“

Dankbar sind die drei Abgeordneten den Hilfskräften vor Ort. "Doch auch das schnelle und umsichtige Handeln mehrerer freiwilliger Feuerwehren und des THW’s konnte die Ausbreitung des Öls bis ins Friedeburger Sieltief nicht verhindern." Letztendlich ist der Schaden nach gegenwärtigem Kenntnisstand nicht auf die Undichtigkeit einer unterirdischen Kaverne zurückzuführen, sondern es sind offenbar technische Fehler in der Bedienung, Materialversagen bzw. Überbeanspruchungen als mögliche Unfallursache näher in Betracht zu ziehen. Das Leck ist jedenfalls an einer überirdisch verlaufenen Leitung aufgetreten.

Aus Sicht von Lies, Heymann und Ansmann ist der verantwortliche Betreiber nun gefordert, ein Sanierungskonzept für den Boden und das Grundwasser in enger Abstimmung mit den Unteren Wasserbehörden des Landkreises Wittmund und Friesland, der Gemeinde Friedeburg und dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) aufzustellen, um den eingetretenen Umweltschaden schnellstmöglich zu beseitigen. Dabei stellt der Minister klar, dass hierbei „auch Transparenz und umfassende Informationen der Öffentlichkeit zu den Geschehnissen und den laufenden Sanierungsmaßnahmen zu den Geboten der Stunde zählen“, um den in der Region lebenden Menschen, die nachvollziehbaren Ängste vor einer Verunreinigung des Grundwassers zu nehmen.

"Wir begrüßen es ausdrücklich, dass jetzt die Staatsanwaltschaft Aurich die Ermittlungen aufgenommen hat", so die drei Abgeordneten abschließend.

 
    Energie     Niedersachsen     Umwelt und Nachhaltigkeit     Wirtschaft
 

 

3 Kommentare zu Vorfall in Etzel gehört rückhaltlos aufgeklärt

1

Frank Meier

am um 18:41 Uhr

 

Hallo Ralf Bieneck ,

das ist ein guter Kommentar gegen Fracking.

Ich lese grade im Ostfrisischen Kurier mit Entsetzen, das Herr Lies von der Wirtschaft für seine initiative gelobt wird, unser Land zu verseuchen.

Jeder der Ahnung hat und Amerikaner der sein Leitungswasser dank Fracking nicht mehr trinken kann, findet Fracking verboten.

Was kann ich machen damit Fracking für immer verboten wird?

Wie kann ich helfen?

Was kann ich machen damit wir einen Politiker bekommen der an das Land, die Bürger und meine Kinder denkt?

Eala frya Fresena!

Gruß aus Ostfriesland

Frank Meier

2

Ralf Bieneck

am um 11:45 Uhr

 

Moin Lü, ost-/friesische Bürger, Hydraulic Fracking-Gegner und alle Menschen, die auf friesischen Böden leben und friesisches Wasser trinken,


unser Kampf um den Erhalt unserer Grund- und Trinkwasservorräte, gesundes Erdreich und eine lebenswerte Natur geht mittlerweile ins fünfte Jahr.

In diesen Jahren sind so viele Unfälle (mal ganz abgesehen von denen, die uns verschwiegen wurden!) beim Suchen und Fördern fossiler Brennstoffe geschehen, dass es nahezu unglaublich ist, dass überhaupt noch solche Stoffe zur Energieerzeugung gefördert werden dürfen.

Ich persönlich empfinde es als sinnentleert und primitiv, etwas anzuzünden und zu verbrennen, um Energie (Strom) oder Wärme zu erzeugen. Das konnten die Steinzeitmenschen schon vor über 10.000 Jahren.

Nur um weiterhin die veralteten Energie"gewinnungs"techniken zu erhalten, werden nach wie vor und weltweit zerstörerische Verfahrenen eingesetzt, um unseren Planeten auszupumpen, auszugraben und abzuholzen - damit andere sich auf unsere Kosten die Taschen vollstopfen können?

Die „volksvertretenden" Politiker grinsen frech in jede Kamera und verkaufen ihre Lobbypredigten ohne mit der Wimper zu zucken. Viele Bürger sind dadurch schon politikverdrossen und kümmern sich nur noch um ihre eigenen Belange. Diese Einstellung kann man irgendwie nachvollziehen; sie ist aber falsch für unsere Heimat.

Neuerdings zeigt der NDR Sendungen über die Bodenschätze in Niedersachsen und rührt damit kräftig die Werbetrommel des Wirtschaftsministers. Wir halten diese Art von „Volksaufklärung" für reißerisch und nahezu grob fahrlässig. Ganz besonders dämlich ist es in unseren Augen, Niedersachsen (mit seinen mickrigen Öl- und Gasvorkommen im Vergleich zu den USA) als das „Texas von Deutschland" zu bezeichnen.

Den Wirtschaftsminister, der dem Hydraulic Fracking (Slick Water Fracturing) anscheinend gerne die Tür aufhält, freuen solche Berichte natürlich und er stellt sich da auch gerne zur Verfügung. Anstatt gemeinsam mit dem „Umwelt"minister Stefan Wenzel (Grüne) den schweren Ölunfall (Etzel/Sande) in seinem eigenen Wahlkreis restlos aufklären zu lassen, ist er lieber repräsentativ unterwegs.

Dazu fällt mir ein Zitat von Bertold Brecht („Leben des Galilei") ein: „Wer die Wahrheit nicht kennt, ist nur ein Dummkopf. Wer sie aber kennt, und sie eine Lüge nennt, ist ein Verbrecher."

Zurzeit gibt es auf Bundesebene noch keine auf das Hydraulic Fracking zugeschnittene Gesetzgebung. Seit einem Jahr liegen der Bundesregierung Entwürfe für entsprechende Regulierungen zum Wasserhaushaltsgesetz und Umweltverträglichkeitsprüfungen vor. Diese Vorlagen würden das Hydraulic Fracking weitgehend erlauben und nur geringe Schutzmaßnahmen vorsehen. Es wird hier nur noch von Verboten in Wasserschutzgebieten gesprochen.

Nur: was würde geschehen, wenn neue Wasserschutzgebiete erschlossen werden müssten, um den ständig steigenden Wasserbedarf zu decken? Ist das Grundwasser nach dem Fracken noch zu gebrauchen? ... oder ist es bereits unwiederbringlich vergiftet?

Wir möchten alle ost-/friesischen Menschen bitten, einmal darüber nachzudenken, ob man selbst nicht doch ein wenig für den Erhalt der Heimat tun und sich einer Bürgerinitiative oder einer Partei anschließen sollte, die bereit ist, sich gegen die Zerstörung von Brunnen und Erdreich einzusetzen.

Informationen „aus der Tiefe" erhalten Sie hier: www.die-friesen.eu.

Eala frya Fresena!


Ralf Bieneck

- Bundesvorsitzender DIE FRIESEN -

Fachdozent für Energietechnik

3

Werner Vogel

am um 13:48 Uhr

 

Vielleicht sollte man in Erwägung ziehen, einen solchen hochsenbiblen Betrieb mit ein paar Feuerlöschern und einer Art Werkschutz auszustatten.
Werner Vogel


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